1971

Der Gedenkpark „Štrand", Novi Sad – eine Gedenkstätte für die Opfer der Razzia von Novi Sad (1.246 Namen), an der Stelle, an der das Loch im Eis war

Der Gedenkpark „Štrand", Novi Sad – eine Gedenkstätte für die Opfer der Razzia von Novi Sad (21.–23. Januar 1942). An der Stelle, an der das Loch im Eis war (die Donau). Eröffnet 1971. Denkmäler: eine Gedenktafel mit den 1.246 Namen der Opfer (Serben, Juden, Roma), das Denkmal „Die Familie" (Jovan Soldatović, 1971). Jedes Jahr (23. Januar) – Gedenkfeier: Bürger kommen, legen Blumen nieder, verlesen die Namen, eine Schweigeminute. Ein Symbol: „Der Donau – dem Grab der Unsrigen."

Der Gedenkpark „Štrand", Novi Sad

Der Gedenkpark „Štrand" – eine Gedenkstätte, die den Opfern der Razzia von Novi Sad (21.–23. Januar 1942) gewidmet ist.

Lage: Das Ufer der Donau in Novi Sad – genau an der Stelle, an der das Loch im Eis war (wo die Ungarn die Leichen der erschossenen Serben und Juden hineinwarfen).

Eröffnet: 23. Januar 1971 (29 Jahre nach dem Massaker).

🏛️ Denkmäler im Gedenkpark

1. Die Gedenktafel mit den Namen der Opfer (1971)

  • Beschreibung: Eine Marmortafel mit den Namen der Opfer – 1.246 Namen eingemeißelt
  • Material: Eine Marmortafel (schwarzer Marmor)
  • Inschrift (am oberen Rand): „Den Opfern des faschistischen Terrors – 21.–23. Januar 1942. Novi Sad. Wir werden niemals vergessen."
  • Namen: 1.246 Namen (Serben, Juden, Roma) – in alphabetischer Reihenfolge geordnet

2. Das Denkmal „Die Familie" (1971)

  • Autor: Jovan Soldatović (jugoslawischer Bildhauer)
  • Beschreibung: Eine Bronzeskulptur – eine Familie (Vater, Mutter, Kind) – Sinnbild für die Opfer (eine ganze Familie erschossen)
  • Höhe: 3 Meter
  • Material: Bronze
  • Symbol: Viele Familien wurden bei der Razzia vollständig vernichtet (Mitglieder derselben Familie gemeinsam erschossen)

3. Das Denkmal „Die Donau – ein Grab" (1971)

  • Beschreibung: Ein Stein mit einer Inschrift – am Ufer der Donau aufgestellt (in der Nähe der Stelle, an der das Loch im Eis war)
  • Inschrift: „Der Donau – dem Grab der Unsrigen. 1.000–2.000 Serben und Juden in die Donau geworfen. Viele nie gefunden. WIR WERDEN NIEMALS VERGESSEN."
  • Symbol: Die Donau wurde zu einem Grab – viele Leichen wurden nie gefunden

📜 Die Gedenktafel mit den Namen – 1.246 Opfer

Die Gedenktafel (1971) – eine Marmortafel mit den Namen der Opfer.

1.246 Namen eingemeißelt:

  • In alphabetischer Reihenfolge geordnet
  • Neben jedem Namen: Alter, Ort (soweit bekannt)

Beispiele für Namen (von der Tafel):

Name Alter Ort
Jovan Jovanović 32 Novi Sad
David Fišer 45 Novi Sad (Jude)
Petar Nikolić 27 Žabalj
Sara Levi 38 Novi Sad (Jüdin)
Miloš Petrović 19 Temerin

Dies sind nur 5 der 1.246 auf der Tafel eingemeißelten Namen.

Wichtig: Es wird geschätzt, dass bei der Razzia von Novi Sad 3.000–4.000 Menschen getötet wurden, doch nur 1.246 Namen sind dokumentiert (die übrigen wurden nicht identifiziert oder ihre Leichen wurden nie gefunden).

🕊️ Jedes Jahr – die Gedenkfeier am 23. Januar

23. Januar – der Gedenktag für die Opfer der Razzia von Novi Sad.

Jedes Jahr (23. Januar) – kommen Bürger von Novi Sad in den Gedenkpark „Štrand":

  • Gedenkfeier: Amtsträger, Familien der Opfer (Nachkommen), Bürger, Vertreter der jüdischen Gemeinde
  • Blumenniederlegung: An der Gedenktafel und am Denkmal „Die Familie"
  • Verlesung der Namen: 1.246 Namen werden laut verlesen (dauert ~2 Stunden)
  • Schweigeminute: Um 12:00 Uhr
  • Ansprache eines Vertreters der jüdischen Gemeinde – über die 700–1.000 erschossenen Juden

Atmosphäre:

  • Tausende von Menschen (3.000–5.000)
  • Das Weinen der Familien der Opfer (Nachkommen der Erschossenen)
  • Blumen überall (die Denkmäler mit Blumen bedeckt)
  • Stille (die Schweigeminute)
  • Der Blick zur Donau – im Gedenken an das Loch im Eis

🎓 Bildungsbedeutung – Schüler besuchen den Gedenkpark

Jedes Jahr – kommen Tausende von Schülern aus Novi Sad und der Vojvodina in den Gedenkpark (Schulausflüge):

  • Rundgang: Die Gedenktafel, das Denkmal „Die Familie", das Denkmal „Die Donau – ein Grab"
  • Verlesung der Namen: Schüler lesen die Namen der Erschossenen
  • Geschichten über die Razzia: Führer erzählen die Geschichten der Opfer
  • Ziel: Die Schüler sollen wissen, was geschehen ist – damit es nicht vergessen wird

Zeugnis einer Schülerin (Ana Petrović, 16 Jahre alt, Novi Sad):

„Ich kam mit meiner Schule in den Gedenkpark. Ich sah die Namen auf der Tafel – 1.246 Namen. Viele waren jung (20–30 Jahre alt). Unsere Lehrerin sagte uns: ‚Hier, an dieser Stelle, war ein Loch im Eis. Die Ungarn warfen die Leichen der erschossenen Serben und Juden in die Donau.‘ Ich blickte zur Donau. Ich stellte mir vor, wie es ausgesehen haben muss – Tausende von Leichen, in das Eis geworfen. Ich weinte. Ich werde es nie vergessen."

– Ana Petrović, Schülerin (16 Jahre alt, Novi Sad)

🇷🇸 Die serbische Sichtweise – der Gedenkpark = ein Symbol

Für die Einwohner von Novi Sad ist der Gedenkpark „Štrand" = ein Symbol des serbischen und jüdischen Leidens:

  • 21.–23. Januar 1942 – die Ungarn erschossen 1.246–4.000 Serben und Juden
  • Der Gedenkpark – an der Stelle, an der das Loch im Eis war (wo die Leichen in die Donau geworfen wurden)
  • 1.246 Namen auf der Tafel eingemeißelt – jeder Name, jede Geschichte
  • Das Denkmal „Die Familie" – Sinnbild für ganze vernichtete Familien
  • Das Denkmal „Die Donau – ein Grab" – Sinnbild für die 1.000–2.000 in die Donau geworfenen Leichen (viele nie gefunden)
  • Jedes Jahr (23. Januar) – kommen Bürger, legen Blumen nieder, vergessen nicht
  • Schüler kommen jedes Jahr – sie lernen über die Razzia (eine neue Generation, die nicht vergessen wird)

„Der Gedenkpark ‚Štrand‘, Novi Sad – eine Gedenkstätte für die Opfer der Razzia von Novi Sad (21.–23. Januar 1942). An der Stelle, an der das Loch im Eis war (die Donau). Eröffnet 1971 (29 Jahre nach dem Massaker). Die Gedenktafel: 1.246 Namen eingemeißelt (Serben, Juden, Roma). Das Denkmal ‚Die Familie‘ (Jovan Soldatović) – Sinnbild für ganze vernichtete Familien. Das Denkmal ‚Die Donau – ein Grab‘: ‚Der Donau – dem Grab der Unsrigen. 1.000–2.000 in die Donau geworfen. Viele nie gefunden.‘ Jedes Jahr (23. Januar) – Gedenkfeier: Bürger kommen, legen Blumen nieder, verlesen die Namen, eine Schweigeminute. Eine neue Generation lernt. Der Gedenkpark = ein Symbol des serbischen und jüdischen Leidens. WIR WERDEN NIEMALS VERGESSEN."

Quellen

Spomen park "Štrand" Novi Sad - zvanični sajt (1,246 dokumentovanih imena)
Muzej Vojvodine - dokumentacija
Jovan Soldatović - Spomenik "Porodica" (1971)
Istorijski arhiv Novi Sad
Svedočanstvo učenika (Ana Petrović, 16 godina)

Standort

Spomen park Štrand

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